Deutsch? Niederländisch? Selfkant.

Zwischen Schlagbaum, Schmuggel und Heimatgefühl

Im äußersten Westen Deutschlands, dort, wo Nordrhein-Westfalen beinahe unmerklich in die Niederlande übergeht, liegt der Selfkant.

Eine ruhige, ländlich geprägte Region im Kreis Heinsberg, geprägt von Feldern, kleinen Dörfern und einer Grenze, die heute kaum noch sichtbar ist.

Doch genau diese Grenze bestimmte über Jahrzehnte das Leben der Menschen.


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Selfkant zum politischen Sonderfall:

Ein Teil Deutschlands gehörte plötzlich zu den Niederlanden.

Heute erinnert das „Haus der Westgrenze“ in Selfkant-Millen an diese außergewöhnliche Zeit und macht Geschichte dort erlebbar, wo sie tatsächlich stattgefunden hat.


Das Museum ist mehr als nur eine Sammlung historischer Gegenstände. Es ist ein Ort der Erinnerung, der regionalen Identität und der persönlichen Geschichten.

Denn hinter den politischen Entscheidungen jener Jahre standen Menschen, Familien und ganze Dorfgemeinschaften, die plötzlich zwischen zwei Nationen lebten.


Eine Grenzregion mit außergewöhnlicher Geschichte

Der Selfkant gilt als westlichster Zipfel Deutschlands. Die Nähe zu den Niederlanden war hier schon immer Teil des Alltags.

Viele Menschen arbeiteten über die Grenze hinweg, kauften dort ein oder hatten familiäre Verbindungen ins Nachbarland.


Doch nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Grenze eine völlig neue Bedeutung.

1949 wurde der Selfkant unter niederländische Verwaltung gestellt. Für die Menschen vor Ort änderte sich damit das Leben schlagartig.

Straßenschilder wurden niederländisch, Verwaltungsstrukturen änderten sich, neue Regeln galten.

Viele Bewohner mussten sich plötzlich mit einer neuen Staatszugehörigkeit arrangieren, obwohl sie ihre Heimat nie verlassen hatten.

Diese besondere historische Phase dauerte bis 1963.

Erst nach langen Verhandlungen kehrte der Selfkant offiziell zurück zur Bundesrepublik Deutschland. Für viele ältere Bewohner ist diese Zeit bis heute lebendige Erinnerung.

Das „Haus der Westgrenze“ – ein Museum mit persönlichem Zugang

Mit dem „Haus der Westgrenze“ hat die Region einen Ort geschaffen, der genau diese Geschichte erzählt.

Untergebracht in der historischen Alten Propstei in Millen verbindet das Museum klassische Heimatgeschichte mit moderner, multimedialer Ausstellungstechnik.

Paul Beckers

Vorsitzender Heimatvereinigung Selfkant e.V.

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Der Verein


Hildegard Schönen

Geschäftsführerin

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Propstei wird zum Haus der Westgrenze


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Willkommen in der Steinzeit

Hildegard Schönen

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Gegenstände aus der Römerzeit


Paul Beckers

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Der Name "Selfkant"


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