Freie Fahrt nach oben

Barrierefreiheit an historischen Gebäuden wird sichtbar

An der Erkelenzer Burg entsteht derzeit ein neuer barrierefreier Zugang.

Ein Aufzug soll künftig Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Weg in den Burghof ermöglichen. An der Leonhardskapelle ist eine solche Lösung bereits umgesetzt.

Noch ist an der Erkelenzer Burg die Baustelle deutlich sichtbar. Seit Juni laufen die Arbeiten für einen neuen Zugang, der künftig auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Weg in den Burghof ermöglichen soll.

Derzeit führt der Zugang zur Burg über eine Treppe. Für Menschen im Rollstuhl oder für Besucherinnen und Besucher mit eingeschränkter Mobilität kann das eine erhebliche Hürde darstellen. Das soll sich mit dem neuen Aufzug ändern.


Neuer Aufzug an der Burg

Die Arbeiten haben nach dem Lambertusmarkt im Juni begonnen.

Der geplante Aufzug soll künftig die unterschiedlichen Höhen am Zugang zur Burg überwinden und damit einen barrierefreien Zugang ermöglichen.


Das Projekt umfasst allerdings mehr als nur den Einbau eines Aufzugs.

Gleichzeitig entsteht eine zusätzliche Treppenanlage. Sie soll als weiterer baulicher Rettungsweg dienen und damit auch die Voraussetzungen für die Nutzung des Burghofs bei Veranstaltungen verbessern.


Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Bis dahin bleibt die Burg in diesem Bereich eine Baustelle.

Erst danach wird sich zeigen, wie sich der neue Zugang in das historische Ensemble einfügt.


Ein Beispiel, das bereits fertig ist

Wie Barrierefreiheit an einem historischen Gebäude umgesetzt werden kann, zeigt die Leonhardskapelle. Dort ist der neue Außenaufzug inzwischen fertiggestellt und in Betrieb.

Seit Juli ist der Veranstaltungsraum im Obergeschoss damit auch ohne Treppe erreichbar.

Für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder mit anderen Mobilitätseinschränkungen bedeutet das einen deutlich einfacheren Zugang.

Der Aufzug wurde außen an das historische Gebäude angebaut.

Das Schachtgerüst ist rund 8,40 Meter hoch und der Aufzug für eine Traglast von bis zu 630 Kilogramm ausgelegt.


Barrierefreiheit trifft auf Denkmalschutz

Bei beiden Projekten geht es um die Frage, wie historische Gebäude für die Gegenwart und Zukunft nutzbar bleiben können.

Einerseits sollen die Gebäude und ihr historischer Charakter erhalten werden, andererseits müssen öffentliche Orte möglichst vielen Menschen offenstehen.


Gerade bei älteren Gebäuden ist das nicht immer einfach.

Nachträgliche Aufzüge benötigen Platz, müssen sich in die vorhandene Architektur einfügen und gleichzeitig technische sowie sicherheitsrechtliche Anforderungen erfüllen.


An der Leonhardskapelle ist dieser Prozess abgeschlossen. An der Burg wird noch daran gearbeitet.

Damit stehen die beiden Projekte gleichzeitig für zwei unterschiedliche Stadien des selben Ziels:

Barrieren abbauen und historische Orte für möglichst viele Menschen zugänglich machen.

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